Piss Artists, London, Fulham Greyhound, 17. November 1979

Von Eric Hysteric (Same Old Song, Nr. 26, Dezember 1979)

Wer in aller Welt sind die PISS ARTISTS? – Ain’t got a clue!

Der Secret-Gig der Lurkers ist in Wirklichkeit keiner. Jeder Lurkersfan weiß, was läuft.

Die beste englische Gruppe in einem der besten Londoner Clubs.

Und die Lurkers sind heute in Bombenform.

Honest Jon, den man ja von den Boys her kennt, spielt jetzt bei den Lurkers die zweite Gitarre.

Obwohl die Lurkers sich heute stark an Rhythm & Blues orientieren, haben sie nichts von ihrem Schwung verloren, eher im Gegenteil.

Sie legen los mit ihrem größten Hit „Ain’t Got A Clue“, danach folgt, nach Howie’s Meinung, ihr bisher bestes Stück: „Little Ole Wine Drinker Me“, B-Side der neuen Single.

Die Stimmung ist am überkochen. Es folgen Songs wie „Jenny“, „Out In The Dark“, „Then I Kicked Her“ und eine Wahnsinnsversion von „You Gotta Move On“.

Alte Singletitel wie „Shadow“, „Freakshow“ oder „I Don’t Need To Tell Her“ spielen sie nicht mehr. Pete Stride meint, die alten Songs würden ihnen zum Hals raus hängen.

Zum Abschluss des Konzerts gibt es noch die zwei besten R&B-Songs, die ich je gehört habe: „Pick Me Up“ und „Schoolgirl“. (Bitte schnellstens auf Platte bringen!).

Zu guter Letzt folgt noch „I’m On Heat“, was den Zustand der Band und der meisten Zuschauer treffend wiedergibt.

Doch eine Gruppe, deren zwei Gitarristen unübertreffbar sind, deren Bassist die wichtigsten Läufe kennt, und deren Sänger jedem Hampelmann Ehre machen würde, kommt nicht so schnell an die Theke.

Als Zugabe gibt’s noch „Pills“ und nochmal „Wine Drinker“.

Das Publikum, dass bis zum Schuss nach „Shadow“ schreit, gibt auf und singt es selber.

P.S.

Es fällt schwer, den besten Live-Gig meines Lebens in Worte zu fassen. Ich hoffe es ist einigermaßen gelungen.

Die Lurkers in ihrem Lieblingsclub, vor den alten Fans, da konnte nichts schief gehen.

Dass die Lurkers nicht nur auf der Bühne die Größten sind und auch privat wahnsinnige Typen sind, merkte ich, als ich mich mit ihnen unterhielt.

Sie machen Musik, weil es ihnen Spaß macht. Und obwohl sie schon seit fast drei Jahren fast ununterbrochen touren, sind sie immer noch so frisch wie 1976.

Im Gegensatz zu fast allen anderen englischen Bands der ersten Stunde sind sie heute sogar noch besser als damals.

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