Wreckless Eric, Big Smash!, London, Our Price (Tottenham Court Road), 1. März 1980

Von Eric Hysteric und Dieter K (Same Old Song, Nr. 27, März 1980)

Have you bought your copy yet?

Stiff Records will das letzte verbliebene bislang verkannte GENIE zum STAR machen: Der kleine Säufer Wreckless Eric soll Mädchen imponieren und Frauen umschmeicheln.

Auf „Big Smash!“, dem neuen Album, fragt er dann auch ganz bescheiden: „Can I be your hero?“

Die Musik wirkt amerikanisch glatt, aber wer kann schon Eric’s Stimme unter Kontrolle bringen?

Erics Gesang und die Eingängigkeit von Songs wie „Strange Town“ und „It’ll Soon Be The Weekend“ machen die Platte zu einem sehr guten Popalbum.

Am besten hört man sich „Big Smash!“ in den späten Abendstunden an oder am nächsten Morgen beim Frühstück.

BSCover

Stiff Records, SEEZ 21, 1980, Limited Edition Double Album, Signed, Wasted Vinyl Collection

Besonderer Gimmick: Die ersten 10.000 LPs sind ein Doppelalbum mit den Songs vom US-Sampler „Go The Whole Wide World“.

Schlimm für Sammler: Auf der Kassette gibt’s ein Extrastück, ironischerweise „A Little Bit More“ genannt.

Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass Bazza produziert hat, und dass die bezaubernde Philippa Thomas bei „Excuse Me“ (ab 2:04) ihr Vinyl-Debüt feiert.

Noch ein Schock für Sammler: Stiff brachte auch ein 10 Inch Promo-Album heraus, Bestellnummer: ERIC 1! Die Songs sind zwar die selben Versionen wie auf der „normalen“ LP, aber der Sound ist viel besser.

Samstag, 1. März, kurz nach 10 Uhr morgens.

Eric Hysteric und ich warten auf Wreckless TEEN IDOL Eric, der gerade eine Tour im Vorprogramm der Squeeze bestreitet.

Gestern abend hat er in Leeds gespielt und heute wird er auf Promotour durch London gehetzt.

Über die Anlage im Our Price an der Tottenham Court Road dröhnt schon seit ’ner halben Stunde die neue LP BIG SMASH! & die Wände sind mit Wreckless-Postern „geschmückt“.

Doch als er endlich auftaucht, 1,60m hoch und müde, erkennt ihn zunächst keiner (außer mir natürlich).

Wreckless Eric bezieht Posten hinter einem hohen Stapel seiner LP und man sieht nur noch sein ungekämmtes Haar.

Da ihn niemand beachtet (der Laden ist gerammelt voll), gehen Hysteric und ich munter auf ihn zu – und ich glaube meinen Ohren nicht zu trauen:

Eric Hysteric: Do you know which record’s playing?

Wreckless Eric (gähnt und deutet lässig auf ein Poster): It’s me.

Nach diesem gelungenen Einstieg kann nichts mehr schief gehen. Mitfühlend frage ich: It’s a hard life being a pop star?

WE: Yeah, I just woke up. (Eric wohnt praktisch gegenüber vom Our Price, hinter dem Centre-Point-Hochhaus in St. Giles)

EH: Stiff’s doing a lot of promotion for you. Do you think you’re going to have a hit album?

WE: I hope so.

DK: You haven’t sold too many records so far.

WE: You’ll never sell too much.

DK: I saw you two years ago on the last night of the Be Stiff Tour at the Lyceum. It was really great. Now you are playing with different musicians?

WE: Yeah. With the same ones who play on the album. It’s going to be a steady band from now on.

EL: I think you sound on vinyl is always a bit too soft. Live you are a lot rougher.

WE: I had difficulties with producers. But I really think the new album is alright.

DK: Why don’t you release a live album? I’ve heard you’ve got lots of tapes.

WE: Yes, but they are all locked away. And I don’t know if it would be a good thing to release them.

EH: I’m sure it would be great. Have you sold many albums in America?

WE: Yeah. I’m really big over there.

Wir lachen alle drei.

DK: Epic Records didn’t release your stuff.

WE: But Stiff has done it. They’re great, helped me a lot.

DK: Someone told me you once played in a band and even released some records.

WE: No. All I’ve ever done is on Stiff. There’s nothing before.

EH: I saw you at the Marquee a few weeks ago. When are you playing London again?

WE: Sunday. Tomorrow in a week.

DK: See you there.

WE: See you. I’m playing Germany in April.

DK: Noone came to see you when you played there last autumn.

WE: They will come this time.

EH: We hope so.

Leider kommt in dem Bericht nicht richtig rüber, wie stark diese Begegnung mit Wreckless Eric war. Er ist ein wirklich total verrückter Typ. Ein NARR im allerbesten Sinne.

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