The Monochrome Set

Von Eric Hysteric (Same Old Song, Nr. 25, August 1979)

Schließ die Augen und du denkst, du hörst David Bowie in seinen besten Tagen …

Ohne bewusst Bowie zu kopieren, ähneln besonders die langsamen Songs der Monochrome Set den besten Liedern aus der Ziggy-Stardust-Zeit, übertreffen sie sogar in ihrer Ausstrahlungskraft.

Die Soli des Leadgitarristen Lester Square erinnern teilweise an Musik aus den 30er Jahren. Im Gegensatz dazu steht der Maschinenrhythmus, wie man ihn von Numan und Ultravox kennt. Der größte Reiz der Monochrome-Set-Musik liegt in den Mitsingmelodien, die simple aber schön sind. Gute Beispiele dafür sind ihre beiden bei Rough Trade erschienen Singles.

Alphaville / He’s Frank (RT 005)

Eine Symphonie Des Grauens / Lester Leaps In (RT 019)

Die Show der Monochrome Set ist auch für Taube gedacht: Wer die Musik nicht hören kann, kann sie sehen. Auf Leinwänden links und rechts der Bühne laufen zwei verschiedene Filme, die die Stimmung der Musik sehr gut wiedergeben.

Monochrome Sets Musik ist weder zum mitstampfen, noch kann man voll drauf abfahren: Man muss sich in sie hineinfließen lassen. Aber während man bei den slow songs anderer Gruppen leicht einschläft, sind all ihre Songs voller Vibrations, Ungeschliffenheiten, die immer für Abwechslung sorgen.

Bleibt nur noch zu sagen, den Monochrome Set gehört die Zukunft. Sie werden der laid back music eine neue Dimension hinzufügen. Bis die breite Masse dies mitbekommt, werden die Dire Straits aber noch einige Millionen Platten unters Volk bringen.

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