40 Jahre Punk in Frankfurt

Während in London die Aktivitäten rund um 40 Jahre Punk unaufhaltsam ihrem Höhepunkt entgegenstreben, beginnen in Frankfurt gerade erst die Jubiläumsvorbereitungen.

Ist ja auch noch etwas Zeit: Abgesehen von den legendären „Kettenpunks“, die ihrer Zeit weit voraus waren, sowie einer handvoll Fanzineschreiber & Kassettenlabelmacher ging es mit dem Punk in Frankfurt ja erst ab 1980/81 so richtig los.

Flohmarkt1980

Frankfurter Punks am Eisernen Steg, circa 1980 © Wasted Vinyl

Jedenfalls ist es eine fantastische Idee, die Zeil wieder in den Originalzustand der späten 1970er Jahre (inklusive zahlreicher Baustellen) zu versetzen.

Zeil-Galerie 20160728

Zeilgalerie 28/7/2016 © Wasted Vinyl

Der Abriss der Zeilgalerie und die Einrichtung einer Fahrbahn für LKWs (die dürfen vorerst allerdings nur nachts fahren) ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Weiter so!

Wer Frankfurt für ungenießbar hält, hat nicht verstanden (oder: nicht hinnehmen können), dass die Dynamik des Kapitals eine Macht ausstrahlt, die selber längst ästhetische Formen angenommen hat … Interessant ist, wenn man beobachten kann, wie sich unter dem Einfluss der Kapitalanhäufung die Gestalt des Urbanen fortlaufend verändert und gleichzeitig seinen inneren Kern immer mehr festigt.

 

Wilhelm Genazino (2013), Tarzan am Main. Spaziergänge in der Mitte Deutschlands, München: Carl Hanser, S. 11

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