Eric Hysteric Rarities IV

Beeinflusst von MAD, der Neuen Frankfurter Schule & Bob Dylan (in dieser Reihenfolge), hatte Eric auch poetische Anwandlungen, das heißt, er versuchte sich als Dichter.

Stilistisch (falls davon die Rede sein kann) lag der Schwerpunkt seines literatischen Schaffens auf Nonsens-Versen:

Ich denk‘ gern an die Zeit zurück,

als mir noch hold das große Glück.

Doch nun das Pech mir an den Schuhen klebt,

und das auch, wenn ich barfuß geh‘.

Manche Gedichte nehmen die Jahrzehnte später aktuelle „Popliteratur“ vorweg:

Ich lag gerade im Bett

und las das neueste MAD.

Aus dem Radio HR3

dröhnte „Penny Lane“.

Und die Kienzle-Uhr zeigte

fast viertel nach Zehn.

 

Da schaltete ich die Braun-Anlage aus

und schüttete mir ein Glas Bier aus der Licher-Flasche raus.

Nun schluckte ich meine Togal-Schlaftablette,

da fiel es mir wieder ein:

Wie leicht kann Geldverdienen mit Schleichwerbung sein.

 

GedichtsammlungFront

Gedichtesammlung, Vorderseite, Wasted Vinyl Collection

Seine gesammelt Werke verschickte Erich 1978 in Form von fotokopierten Typoskripten (Auflage 10 bis 15 Exemplare) an diverse Verlage (natürlich nur an erste Adressen: von S. Fischer über Suhrkamp bis zu Zweitausendeins). [1]

GedichtsammlungBack

Gedichtesammlung, Rückseite, Wasted Vinyl Collection

[1] Erics ganzer Stolz war die Antwort einer Lektorin, die als Einzige das Heftchen behielt und nicht mit einem Formbrief zurück schickte.

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