Joe Corre verbrennt Punk Memorabilia …

… aus Protest, weil Punk zum „marketing tool“ verkommen ist.

Die Kritik ist berechtigt, kommt aber rund 40 Jahre zu spät.

Punk war von Anfang an – jedenfalls aus Sicht von Malcolm McLaren – ein Marketinginstrument: McLaren wollte den Verkauf von Vivienne Westwoods Mode ankurbeln:

Malcolm McLaren, having failed in his recent attempts to market the New York Dolls as Marxist revolutionaries, was running a London clothing boutique undergoing an image change. It had recently been renamed „Sex“. His motive in forming the Pistols may have been little more than to drum up more business for his shop.

 

GRACYK, Theodore (1996), Rhythm And Noise. An Aesthetics Of Rock, London: I.B. Tauris & Co Ltd, S. 179

Und EMI Records Ltd zeigte schon bei der ersten Single der Sex Pistols (vermutlich mehr aus Inkompetenz als aus Berechnung), wie man künstlich Knappheit herstellt:

„Anarchy In The U.K.“ gab es in zwei Haupt-Varianten:

Die ersten 5.000 Exemplare hatten eine schwarze Hülle und Chris Thomas war als Produzent der B-Seite aufgeführt.

Erst bei der zweiten Auflage wurde Dave Goodman korrekt als Produzent von „I Wanna Be Me“ genannt.

Rar sind die Promo-Version dieser zweiten Variante und die wenigen Exemplare, die durch einen Sticker als nicht für den Verkauf bestimmte EMI interne Testplatten gekennzeichnet sind.

EMI 2566 A_edited.jpg

EMI 2566, Factory Sample, EMI Records, 1976, A-Seite, Wasted Vinyl Collection

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EMI 2566,  Factory Sample, EMI Records, 1976, B-Seite, Wasted Vinyl Collection

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