Flyer für die Factory Nightshift, London, Scala Cinema, 25/4/1980

 

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Factory Nightshift Flyer, Scala Cinema, 25. April 1980, Wasted Vinyl Collection

Ganze vier Pfund (rund 12 DM / 6 Euro) kostete im April 1980 der Eintritt zur Mitternachtsshow mit fünf Acts von Factory Records im (heute legendären) Scala Cinema. Zu den auf dem Flyer angekündigten „Friends“ gehörten Joy Division, die aber – soweit ich mich erinnere – nicht spielten, sondern nur an/in der Bar rum hingen.

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Wie man das Urheberrecht, die „Musikverwerter“, die GEMA, Spotify und die Panama Papers zu einem ungenießbaren Brei vermengt

Berthold Seliger, der selbstermächtigte Retter der Kreativen und wackere Kämpfer gegen Windmühlen die „Musikverwerter“ und gegen die GEMA, hat mal wieder zugeschlagen:

Cui Bono. Wem das geltende Urheberrecht nützt, wen es benachteiligt und was das mit den Panama Papers zu tun hat.

Wer bislang glaubte, dass die Verantwortung für die diversen legalen Möglichkeiten der Steuervermeidung bei den Politikern liegt, die die entsprechenden Gesetze verabschiedet haben, den belehrt Seliger eines besseren:

Schuld sind das Urheberrecht und (NATÜRLICH) die GEMA.

Eine Mitschuld trifft die bösen Menschen, die zum Beispiel Songs von Sheryl Crow, John Denver, Avril Lavigne und Bob Marley gehört haben:

Wann immer ein Werk dieses Songkatalogs bis 2014 im Radio oder Fernsehen lief, auf einem Streamingdienst abgerufen oder auf Konzerten gespielt wurde, verdiente der First State Media Works Fund 1. Gema und Urheberrecht sei Dank. Und wer diese Songs hörte, half mit, Millionen Dollar am Fiskus vorbei in eine Steueroase zu verschieben.

Der Grund allen Übels dieser Welt ist selbstverständlich die (angeblich) viel zu lange Schutzdauer für Musik:

„Zurzeit ist jeder Song, ist jede Songzeile noch 70 Jahre nach dem Tod des Autors urheberrechtlich geschützt und somit nicht frei verfügbar. 70 Jahre! Zum Vergleich: Das Patentrecht sieht nur einen Schutz von 20 Jahren vor – und zwar von 20 Jahren nach Veröffentlichung, nicht etwa nach dem Tod des Patenteigners.“

Dies ist plumpe Propaganda, pure Demagogie!

Zwischen dem Urheber- und dem Patentrecht gibt es grundsätzliche Unterschiede, die die unterschiedliche Schutzdauer rechtfertigen. Wer diese Unterschiede nicht kennt / nicht beachtet, kann keine sinnvolle Bewertung in Bezug auf die unterschiedliche Länge der Schutzdauer abgeben.

„Nebenbei bemerkt sind die absurd langen Urheberrechtsfristen auch ein Grund für die von vielen Musikerinnen und Musikern beklagten niedrigen Einnahmen durch die Musikstreamingdienste (…) Hätte das Urheberrecht wie das ­Patentrecht nur eine Schutzfrist von 20 Jahren, könnte ein Großteil der Streaming-Einnahmen auf die Künstler und Künstlerinnen verteilt werden, die gegenwärtig beziehungsweise in den letzten 20 Jahren Werke veröffentlicht haben (…)“

Wie bitte?

Seliger rechnet schlechter als das allseits bekannte Milchmädchen.

Streamingdienste und Internet- bzw. Satellitenradiobetreiber bezahlen (im Prinzip) auf Basis der Abrufe. Steigt der Anteil der Musik, die kostenlos gesendet werden kann, sinken die Kosten für den Erwerb der Rechte und die Profite der Musikanbieter steigen.

Das ist das ganz kleine Einmaleins.

Eine kürzere Schutzdauer liegt also im Interesse der Musikverwerter, der industriellen Musiknutzer, nicht in dem der Rechteinhaber & Künstler (Plattenfirmen, Musikverlage, Interpreten, Komponisten und Texter).

Zu den Methoden, mit denen Spotify versucht, die Kosten des Rechteerwerbs zu minieren, hat als Erster Tim Ingham eine Artikelserie geschrieben (vgl. Spotify is making its own records…and putting them on playlists).

Der Streit zwischen Flo & Eddie (zwei Musiker, die die Rechte an ihren Aufnahmen als „The Turtles“ besitzen) und dem Satellitenradioanbieter SiriusXM, der keine Gebühren für die Sendung dieser Aufnahmen bezahlt(e), weil die Aufnahmen vor 1972 entstanden sind und deshalb nicht durch das nationale amerikanische Copyright geschützt sind, beschäftigt seit Jahren unzählige Gerichte (vgl. Flo & Eddie Settle with SiriusXM on Eve of California Trial).

Wo soll das Geld herkommen, das Seliger an Künstler und Künstlerinnen verteilen will, „die gegenwärtig beziehungsweise in den letzten 20 Jahren veröffentlicht haben“?

Und wer soll dieses Geld nach welchen Kriterien verteilen? Eine neue Kulturbürokratie mit Seliger (und/oder Dieter Gorny, Tim Renner, Claudia Roth oder ähnliche Kaliber) an der Spitze?

Warum nicht gleich die Sendung / das Anbieten / die Verwertung von Musik, die älter als 20 (warum nicht 25 oder 15 oder 5?) Jahre ist, ganz verbieten?

Gerade hat die CISAC, die Dachorganisation aller Verwertungsgesellschaften weltweit (…)

Die CISAC ist NICHT „die Dachorganisation aller Verwertungsgesellschaften weltweit“, sondern wie aus dem Namen Confédération Internationale des Sociétés d’Auteurs et Compositeurs unschwer zu erkennen ist, sind in der CISAC lediglich die diversen nationalen Rechtewahrnehmungsgesellschaften der Musikurheber (Komponisten & Texter) vertreten.

EINE globale Dachorganisation von Verwertungsgesellschaften ist die IFPI (International Federation of the Phonographic Industry), zu der industrielle Label (früher bekannt als Tonträgerkonzerne) gehören. EINE ANDERE ist das WIN (Worldwide Independent Network), die weltweite Dachorganisation der Labels, die sich selbst als unabhängig (von was auch immer) einstufen.

Ein Kardinalfehler von Seliger ist, dass er nicht zwischen der kollektiven Rechtewahrnehmung der Musikurheber durch Wahrnehmungsgesellschaften wie GEMA, ASCAP & BMI – eine wichtige kulturelle Errungenschaft – und der Rechteverwertung durch Konzerne wie YouTube, Facebook, Spotify usw. unterscheidet:

Kollektive Rechtewahrnehmung ist etwas völlig anderes als die industrielle Nutzung / Verwertung dieser Rechte!

Dabei merkt Seliger nicht einmal, dass seine Vorstellung von den dummen Tölpeln (die es sicher auch noch gibt), die von der „Kulturindustrie“ über den Tisch gezogen werden,  nur noch wenig mit der Realität zu tun hat.

Wie er ja selbst schreibt:

Zunächst einmal fällt auf, dass auch etliche Popstars in Briefkastenfirmen der Steueroasen investieren (…)

Unzählige Kreative profitieren als Rechteinhaber und/oder Investoren / Mitbesitzer von Firmen, Fonds etc. von legalen Tricks der Steuervermeidung.

Und dies ist schon seit Jahrzehnten so.

Wie Seliger mit dem Beispiel der Rechte an (fast allen) Lennon/McCartney-Kompositionen, die Michael Jackson 1985 kaufte, unfreiwillig bezeugt:

Lennon/McCartney stehen in der langen Tradition der Musikurheber, die ihre Rechte nicht über einen Standardmusikverlagsvertrag in die Verwertungskette einbrachten. [1] Der Musikverlag Northern Songs war ein 1963 gegründetes Joint Venture mit Dick James, an dem auch George & Ringo und Brian Epstein beteiligt waren: Die BEATLES als UNTERNEHMER!

Um ihre Steuerlast zu reduzieren, stimmten Lennon/McCartney & Co. 1965 einem Börsengang von Northern Songs zu – und kassierten ihren Anteil am Erlös: Die BEATLES als STEUERVERMEIDENDE KAPITALISTEN!

Später hatten die beiden mindestens zwei Mal die Gelegenheit, gemeinsam (oder allein) Northern Song zu kaufen: LENNON/McCARTNEY & Yoko Ono als falsch kalkulierende MUSIKVERLEGER! [2]

Auch dass der ehemalige Kinderstar Michael Jackson 1985 über genügend Kapital verfügte, um Northern Songs kaufen zu können, steht im Widerspruch zu Seligers Behauptung von den übervorteilten Kreativen, die unter dem geltenden Urheberrecht leiden.

Außerdem sichern sich nicht nur Komponisten seit langem durch eigene Musikverlage die Rechte an ihren Werken, auch immer mehr Interpreten – von David Bowie und Garth Brooks über die Vomit Visions, Eric Hysteric, Der Durstige Mann und die Kelly Family bis zu Radiohead, R.E.M. und Die Toten Hosen – besitzen/besaßen die Rechte an ihren Aufnahmen.

Die Bedingungen, unter denen diese Rechte an Verwerter zeitlich befristet lizenziert werden können, hängen (im Wesentlichen) nur insofern vom geltenden Urheberrecht ab, als dieses Zwangslizenzen vorsieht, das heißt, die Rechte der Urheber ganz entschieden beschneidet. [3] Abgesehen von diesen speziellen Fällen (Coverversionen, Rundfunksendungen usw.) sind die allgemeinen Marktbedingungen, die Verhandlungsposition, in der sich die Rechteinhaber gegenüber den potenziellen Nutzern/Verwertern befinden und das VERTRAGSRECHT wichtiger!

 

 

[1] Bereits vor über 100 Jahren gründeten Songschreiber wie Isidore Witmark (1886), Charles K. Harris (1890) und Irvin Berlin (1911) eigene Musikverlage. Im Tin-Pan-Alley-System profitierten Songschreiber von hohen Tantiemen und/oder eigenen Musikverlagen. Wichtig war außerdem die Arbeit kollektiver Wahrnehmunggesellschaften, z. B. der American Society of Composers, Authors and Publishers (ASCAP) und der Genossenschaft Deutscher Tonsetzer (GDT).

[2] McCartney investiert seit den 1970er Jahren in Musikrechte. Heute ist MPL Music Publishing einer der größten privaten Musikverlage.

[3] Hier wäre tatsächlich ein Ansatzpunkt für eine sinnvolle Veränderung des Urheberrechts: Zwangslizenzen sind anachronistisch und gehören abgeschafft.

 

 

Boris Becker, Frankfurt, Hessischer Hof, 4. Oktober 1985

Am Vorabend des (später legendären) Davis-Cup-Halbfinales gegen die Tschechoslowakei (5:0) liefen mir im Grandhotel Hessischer Hof Günther Bosch, Ion Tiriac [1] und Boris Becker über den Weg.

Da ich rein zufällig [2] die BRAVO vom 19. September [3] mit der Kritik des Albums „Bier 4 Tot“ dabei hatte, nutzte ich die Gelegenheit und bat Boris um ein Autogramm.

 

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Bravo, Nr. 39, 19. September 1985, Signed, Wasted Vinyl Collection

[1] Tiriac verweigerte ein Autogramm mit der bemerkenswerten Begründung: „Ich unterschreibe nur Schecks.“

[2] Als 1986 Polizisten (oder andere Ordnungskräfte) einen Platzverweis gegen Monoton aussprechen wollten, zog Markus eine Kopie der BRAVO-Kritik aus seiner Brieftasche heraus und verkündigte: „Was wollt ihr? Ich bin ein Popstar!“ Laut der überlieferten Legende hatte er damit sogar Erfolg.

[3] Dabei handelt es sich um das Exemplar, mit dem Eric Hysteric vier Jahre später in der BRAVO abgebildet war.

SPEX-Kritik: Der Durstige Mann – Saufen Ohne Ende EP

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Aus deutschen Studios frisch auf den Plattenteller:

Der Durstige Mann: Saufen ohne Ende (Wasted Vinyl)

Palais Schaumburg: Beat Of 2 (Phonogram)

Beide Gruppen passen in etwa so gut zusammen wie die Lurkers und Nino de Angelo, doch gerade Gegensätze sind es, welche das Leben reizvoll gestalten.

Henniger Bier und Äppelwoibembel deuten auf Frankfurt, wo man mit Inbrunst schönste alte Punk-Rock-Traditionen, sprich knarrender Bass, Sumpfthematik und holprigen Gesang wiederaufleben läßt.

Ein Nachschiebprodukt zwar (ich schlabbere die 1008 Vorgänger), aber solange der Untergrund noch lebt, bleibt die Hoffnung.

Ralf Niemczyk, SPEX Nr. 4, April 1984, Seite 19

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Sell out: Rock & Werbung

Anthony DeCurtis fragt, ob Lou Reed 1985 der erste Rockstar war, der sich an die Werbung verkaufte.

Natürlich nicht.

David Bowie machte schon fünf Jahre zuvor Reklame für Crystal Jun Rock (japanischer Schnaps).

Und die Rolling Stones spielten bereits 1964 ein von Brian Jones für Kellogs komponiertes Werbejingle ein.

Einen sehr guten Überblick über die Verwendung von Rockmusik in der Werbung in den 1980er und 1990er Jahren (als alle Dämme brachen) hat Jack Doyle verfasst: Big Chill Marketing, 1980s & 1990s  (PopHistoryDig.com, October 22, 2008).

Teenage Jesus On Tour – Diary of A Jerk

Im November 1979 veröffentlichte Jerks-Bassist Jim Sclavunos im New York Rocker [1] sein Tagebuch zur Europa-Tournee. Ein Highlight war das Konzert in Nijmwegen am 20. Juni 1979:

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Threats were exchanged. Lydia threw a beer mug at a photographer and it shattered against his camera. (We later discovered that he was the promoter from Frankfurt, and that he had changed his mind about booking us there.)

This is a myth. I wasn’t the promoter from Frankfurt, I was the drummer of the Vomit Visions. And if I had been a promoter I would have booked the band anyway.

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Lydia Lunch, Nijmwegen, 20/6/79 © Dieter K

Bestätigt wird Volker Hs Einschätzung, dass der Auftritt von Lydia Lunch & Teenage Jesus im SO36 (wegen der Berliner Mentalität) nur absoluter Mist sein konnte:

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When we mounted the stage … little did we suspect … that it would be the worst Teenage Jesus performance ever seen. It was. So much for our legendary farewell.

 

[1] 1979 hatte der New York Rocker, eins der wenigen damals relevanten amerikanischen Musikmagazine, in Europa genau 5 (fünf!) Abonnenten: Drei Italiener sowie zwei Vomit Visions: Hans Wurst und Rola Rock.

Eddie And The Hot Rods

Der Sommer 1977 war in London zwar längst nicht so heiß wie der (heute legendäre) long hot summer of 76, [1] dafür hatte man – anders als in den Jahren zuvor – jeden Abend die Qual der Wahl unter einer Vielzahl vielversprechender Konzerte.

Ein Pflichttermin war die residency (fünf Konzerte hintereinander) von Eddie And The Hot Rods – gemeinsam mit Dr. Feelgood einer der wichtigsten Pre-Punk-Acts – im Marquee (90 Wardour Street).

Da ich damals die englischen Musikzeitschriften von vorne bis hinten las, kannte ich die Bedeutung der nummerierten Badges, die die Konzertbesucher beim Betreten des Marquee Clubs erhielten.

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NME, Melody Maker, Record Mirror oder Sounds?

Als Eric Hysteric & ich am zweiten Abend (Montag, der 22. August 1977) der Konzertreihe in den Marquee Club gingen, merkte ich mir die Nummer meines Badges und verstaute ihn sorgfältig.

Kurz bevor das Konzert losging, gab der DJ bekannt: „The winning number is 1551“.

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The winning badge on Monday night, 22/8/1977, Wasted Vinyl Collection

Ich schlug mich nach back stage durch und das erste, was mir auffiel, war der Gestank: So einen durchdringenden Duft kannte ich bislang nur von S*****S Schallplattenshop (Gießen) oder von 2001 (Frankfurt). [2]

Der DJ, ein dürrer Alt-Hippie mit extrem langen Haaren, empfing mich in seiner winzigen Kabine, beglückwünschte mich und erklärte, warum das Album besonders wertvoll sei: „All tracks are outtakes. Side one live recordings, side two from studio sessions. Never released before. And only 50 copies were pressed“.

In der (ebenfalls erstaunlich kleinen) Garderobe im Keller [3] sicherte ich mir die Unterschriften der Band. Dann machte ich mich auf die Suche nach Eric Hysteric (der von der ganzen Aktion nichts mitbekommen hatte) und präsentierte ihm stolz meine Rarität.

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Rods, Island Records, Rods 1, 1977, No. 47, Signed, Wasted Vinyl Collection

Mit der LP in der Hand konnte ich das Konzert nicht von meinem Stammplatz (an der Säule links vorne) verfolgen, sondern musste mich nach hinten verziehen. Von dort, maximal 20 Meter von der Bühne entfernt, hatte ich den perfekten Überblick.

Der Marquee war rappelvoll, das heißt, es waren so um die 800 Leute [4] da, wobei die „Normalos“ gegenüber den Punks deutlich in der Mehrheit waren.

Punk-Puristen wie Mark Perry hatten Eddie And The Hot Rods längst als old fashioned abgeschrieben, aber (nicht nur) an diesem Abend bewies die Band mit einem extrem starken Auftritt, dass sie auch auf dem Höhepunkt des UK-Punks noch immer zu den besten britischen Acts gehörte.

Leider blieb die perfekte Pop-Single „Do Anything You Wanna Do“, die die Rods am Donnerstag (25. August) bei Top Of The Pops vorstellten, ihr einziger Top-Ten-Hit.

Zum zweiten Mal sahen wir die Band am Freitag, den 26. August, beim Reading Festival 1977.

Trotz der sub-optimalen Verhältnisse – schlechtes Wetter, das Gelände war ein einziger Matsch & das Publikum bestand zu (mindestens) 98 Prozent aus old farts – gelang es Eddie And The Rods, die am Abend nach Uriah Heep und vor dem headline act Golden Earring spielten, die lethargischen Rockmusikfans zu begeistern.

Erstaunlicherweise waren die (fast) Original-Rods auch (fast) 20 Jahre später noch (fast) genauso gut. Vor maximal 25 Leuten (inklusive aller Angestellten) spielte die Band am 19. Januar 1997 im Franzis (Wetzlar) mit (fast) derselben Power wie damals im Marquee Club.

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photocopied liner notes by Ed Hollis, Wasted Vinyl Collection

A very special album of stuff what you ain’t heard before and has spent a lot of time hanging around on studio shelves featuring Barrie Masters, Steve Nicol, Paul Gray, Dave Higgs with guest appearances by Graeme Douglas and Lew Lewis.

Side 1

  1. You Cant’t Judge A Book By Looking At The Cover
  2. It Came Out Of The Sky
  3. Movin’
  4. Woolly Bully
  5. Keep On Keepin’ On
  6. Writing On The Wall

1-3 Live at the “Dejazet” theatre in Paris, 23rd October 1976.

4-6 Outtakes from the Rainbow gig that also made At The Sound Of Speed, 1977. Produced (sort of) by Ed Hollis.

Side 2

  1. I Might Be Lyin’ Radio Ad
  2. Get Out Of Denver
  3. Gloria
  4. All I Need Is Money
  5. All I Need Is Money
  6. Been So Long

1-2 Masters, Nicol, Higgs, Gray, Lew Lewis (harp) & Vic Maile (piano). Recorded at Jackson Studio Crickmansworth. Produced by Ed & Vic.

3 Studio demo: Barrie, Dave, Paul, Steve. Produced by Ed & Vic.

4 1st ever complete run through. It features additional lyrics by Barrie & Ed.

5 Started as a single by Chris Blackwell, producer of this version. Featuring: Paul, Steve, Dave, Barrie.

6 Steve, Paul, Dave, Barrie & Lew Lewis. Finished studio version not used because we used live on “Teenage Depression” album.

Produced by Ed.

Also: thanks to anyone and to Howard for getting it ordered etc.

Notes: Ed Hollis

 

[1] Wenn wir nicht gerade die Plattenläden in Soho abklapperten oder in der Denmark Street (Londons Tin Pan Alley) rumhingen, verbrachten Eric und ich den Sommer 1976 beim Tennis-Turnier in Wimbledon (Björn Borg, Jimmy Connors, Roscoe Tanner, Chris Evert, Martina Navratilova, Sue Barker) oder im Hyde Park: nachmittags schwimmen im Serpentine Lido, abends trinken in der Serpentine Bar.

[2] Damals hatte ich noch keine Ahnung, dass es sich um den typischen Cannabisgeruch handelte.

[3] In dieser Garderobe hatte sich David Bowie am 20. Oktober 1973 auf seinen letzten Auftritt als Ziggy Stardust vorbereitet.

[4] Ab 500 Besuchern galt ein Konzert im Marquee als ausverkauft.

Sex Pistols, Original 1977 Virgin Records Promo Poster, designed by Jamie Reid

Vor ziemlich genau 40 Jahren, an einem heißen Nachmittag im August 1977, schlenderten Eric Hysteric und ich – genau wie unzählige andere Touristen, Trendies & Pseudo-Punks – die King’s Road vom Sloane Square runter bis nach World’s End, wo Vivienne Westwoood und Malcolm McLaren ihre Boutique Seditionaries betrieben.

In Bezug auf Kleidung hatte uns der (total dunkle und schön kühle) Laden nix zu bieten, aber für weniger als ein Pfund (rund drei Deutsche Mark / 1,5 Euro) gab es dort die von James Reid gestalteten Promo-Poster zu den damals aktuellen Singles der Sex Pistols zu kaufen.

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God Save The Queen, Original Poster, Virgin Records, 1977, Wasted Vinyl Collection

Bei eBay wird „God Save The Queen“ gerade für 2.900 Dollar angeboten:

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Screenshot: eBay

Und Pretty Vacant dürfte sogar noch wertvoller sein.

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Pretty Vacant, Original Poster, Virgin Records, 1977, Wasted Vinyl Collection