Der Durstige Mann – Kind Für Immer

Wie der Intellektuelle es macht, macht er es falsch.

Er erfährt drastisch,

als Lebensfrage die schmähliche Alternative,

vor welche insgeheim der späte Kapitalismus

alle seine Angehörigen stellt:

auch ein Erwachsener zu werden oder ein Kind zu bleiben.

 

Theodor W. Adorno, Minima Moralia

 

Für Eric Hysteric war die Antwort auf die Lebensfrage im späten Kapitalismus klar:

Ich bin schon groß,

aber noch sehr klein.

Ich will ein Kind für immer sein!

 

Spiel‘ mit Matchbox cars,

eß‘ Eiscreme und Mars,

Donald Duck und Fun –

mein ganzes Leben lang.

 

Spiel‘ im nassen Sand,

mal‘ Bilder an die Wand.

Keiner kann mich nicht stören,

wenn Alf und Batman mich betören.

 

© Eric Hysteric 1990

 

Der Durstige Mann bei Spotify, Amazon Unlimited, Apple Music & Co.:

Ein kleiner Schritt für die Menschheit – ein großer Schritt für Der Durstige Mann!

MP3 Download hier

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Sorry, Downloads & Streams are only available in Germany, Austria and Switzerland.

Vom Album „Hellblaun“, Orgasm 14, Orgasm Records 1990.

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„Hellblaun“, Signed by Eric & Oskar, Wasted Vinyl Collection

 

 

Spandau Ballet: Fünf Freunde sollt ihr sein

Interview mit Spandau Ballet: Frankfurt, Hotel Intercontinental, Dienstag, 22. Januar 1985 [1]

DK: Erinnert ihr euch noch an die TV-Aufzeichnung in Neuwied (25. September 1984)? Rock Pop Music Hall für das ZDF?

[Beim gemeinsamen Abendessen im Hotel am schönen Rhein mit den Labelkollegen von Ultravox hatten sich Spandau Ballet so besoffen, dass sie später beim Playback-Auftritt (für ihre Verhältnisse) wild über die Bühne wirbelten und am Schluss die geliehenen Instrumente zertrümmerten (Sachschaden circa 17.000 DM).

Martin Kemp: Klar. Das war sehr lustig. So was passiert uns nicht jeden Tag.

John Keeble: Unsere eigenen Instrumente behandeln wir natürlich  nicht so. Ich weiß nicht, was eigentlich los war. Das war nicht geplant. Ist einfach so passiert.

 

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Only When You Leave / Paint Me Down (Live), Pic Disc / Shape Disc, Single, Chrysalis (UK), spanp 3, 1984, Signed, Wasted Vinyl Collection

DK: Ihr spielt jetzt seit sechs Jahen zusammen. Hat sich in der Zeit das Verhältnis innerhalb der Band verändert?

Martin Kemp: Wir waren schon miteinander befreundet, bevor wir die Band gründeten. Auch heute sind wir noch miteinander befreundet.

John Keeble: Wir haben alles gemeinsam erlebt: Vom ersten „öffentlichen“ Auftritt in unserem Übungsraum in Islington, bis zu sechs ausverkauften Konzerten in der Wembley Arena. Wir haben uns bisher immer vertragen, und ich sehe keinen Grund, warum sich das in den nächsten zehn Jahren ändern sollte.

DK: Eure Karriere war von Anfang an gut geplant. Warum habt ihr eine eigene Plattenfirma, Reformation, gegründet?

John Keeble: Ganz einfach. Wir haben die Bücher über die 60er und 70er Jahre gelesen. Wir wissen, wie dieses Geschäft funktioniert. Wir kenne alle Tricks, mit denen die Künstler um ihren verdienten Lohn gebracht werden. Uns kann kein cleverer Manager übers Ohr hauen.

Martin Kemp: Wir haben alles unter Kontrolle. In England machen wir alles selber: Produktion, Promotion. Wir buchen die Konzerte usw. Chrysalis hat nichts weiter zu tun, als die Platten zu pressen und zu vertreiben.

John Keeble: Unser Manager [Steve Dagger] ist nur ein Jahr älter als ich. Er ist praktisch das sechste Mitglied der Band. Ihm vertrauen wir.

DK: Gibt es wirklich keinen Streit um die Verteilung der Einnahmen? Gary verdient als Songwriter doch sehr viel mehr als ihr anderen?

Martin Kemp: Wir streiten nicht, obwohl wir Brüder sind.

John Keeble: Wir sind sehr zufrieden mit der Rollenverteilung. Jeder weiß, was er kann, und was seine Aufgabe innerhalb der Band ist. Finanziell haben wir alles geregelt, da wird keiner benachteiligt.

Martin Kemp: Wir waren, sind und bleiben fünf Freunde.

Es dauerte dann noch ein paar Jahre, bis John, Tony Hadley und Steve Norman auf die Idee kamen, dass ihnen ein größerer Anteil an den – nach Karriereende – nicht mehr so sprudelnden Einnahmen zustehen könnte:

Am 27. Januar 1999, knapp zehn Jahre nach Auflösung der Band und 14 Jahre nach dem Interview, reichten die drei Klage gegen Gary Kemp ein, der als Songschreiber und Musikverleger [Reformation Publishing] (damals) noch immer hohe Einnahmen aus der Rechteverwertung (Tantiemen für Medieneinsätze und Tonträgerneuauflagen) hatte. [2]

Und da sie keinen schriftlichen Vertrag vorweisen konnten, war das Urteil keine Überraschung: Die Klage wurde abgewiesen – und die Berufung ein paar Monate später zurückgezogen.

Inzwischen vertragen die fünf sich wieder & und gehen gemeinsam auf Tour.

Weniger gut war die Idee, die alten Songs neu aufzunehmen: Das Album „Once More“ (Mercury, 2009) kann man getrost vergessen.

 

[1] Dies ist der heute noch interessante Teil des Interviews: Die Passagen über die „World-Parade“-Tour („Der Unterschied zwischen Nürnberg [schlecht] und Frankfurt [sehr gut] ist größer als zwischen Tokio und London“), Groupies („Die deutschen Girls sind besonders wild“), Tony Hadleys Frau Leonie („eine blasse Blondine im schlichten Wollkleid“) und Martin Kemps (damals noch) heimlicher Freundin Shirley Hollis („Next question, please“) bleiben besser im Archiv.

[2] Gary Bruder Martin schloss sich der Klage nicht an.

Tocotronic – Coming Home

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© Stereo Deluxe Rec. GmbH

Am 16. Juni veröffentlicht das Berliner Label Stereo Deluxe in der Reihe „Coming Home“ eine CD [1] mit den Lieblingssongs von Tocotronic: [2]

  1. The Modern Lovers – She Cracked
  2. Ty Segall – Tall Man Skinny Lady
  3. Fuck – Stupid Band
  4. U.S. Girls – Island Song
  5. Masha Qrella – DJ
  6. Tamikrest – Aicha
  7. Yanka – Osobiy Rezon
  8. Der Durstige Mann – Kind für Immer
  9. Wipers – When It’s Over
  10. Terry Hall & Mushtaq – Sticks And Stones
  11. Wand – Generator Larping
  12. Andreas Dorau – Bienen am Fenster
  13. Roy Ayers – Running Away (Album Version)
  14. The Vaselines – I Hate the ’80s
  15. Phosphor – Granola
  16. The Thermals – I Know the Pattern
  17. Courtney Barnett – Depreston
  18. Frankie Goes To Hollywood – San Jose
  19. Tocotronic – Rebel Boy (Ada Remix)

Schade, dass der Eric das nicht mehr erlebt hat.

Vielen Dank an Jan Müller & Co.!

[1] Auch hörbar bei Spotify und anderen Streamingdiensten.

[2] Detaillierte Angaben zur Kompilation

Toto Lotto, linke Frankfurter Hippies, die „dumpfe“ (bis „rechte“) Musik von Bands wie den Böhsen Onkelz und Der Durstige Mann & Herbert Egoldt

(Minimal bearbeitete) Anmerkungen zu einem Artikel von Martin F. (2006).

Es gibt übrigens die Theorie, dass Toto Lotto schuld daran sind, dass die „echten“ Frankfurter Punks dann solche stumpfen Gruppen wie Der Durstige Mann und Die Böhsen Onkelz hervorbrachten – in Abgrenzung zu den Frankfurter Hippies wie Joschka Fischer, Daniel Cohn-Bendit, die ihnen die intelligenteren Ausdrucksweisen von Punk weggenommen hatten.

Martin F., 18. August 2006

Diese „Theorie“ ist ziemlicher Quatsch!

  1. Gerade die linke Frankfurter Szene bot ja den „dumpfen“ Punks diverse Plattformen: In der Karl-Marx-Buchhandlung von Cohn-Bendit und Fischer wurden – lange bevor es Toto Lotto gab – Punkplatten und Fanzines (in Kommission) verkauft, in der Batschkapp fanden Punk-Konzerte statt.
  2. Punks legten nicht den geringsten Wert auf „intelligente Ausdrucksweisen“ oder „hohe instrumentale Virtuosität“. Für Jazz-Rocker, die auf New Wave („Wenn Punk eine Revolution war, dann war New Wave die Konter-Revolution“ Hans Wurst, 1978) machten, hatten „echte“ Punks nicht einmal Verachtung übrig.

Dieter K, 21. Juli 2007

Du übersiehst, dass Punk im wesentlich auf „dagegen sein“ basierte, eine „Zusammenarbeit“ mit Cohn-Bendit und Fischer wäre Verrat an Punk gewesen. Die gleichen Abgrenzungen gab es ja gegen Alfred Hilsberg in Hamburg wie du bei „Nein Nein Nein“ von den Buttocks schön hören kannst. Andererseits waren Punktexte nie „unintelligent“, sondern „direkt“ im Gegensatz zu „poetisch“ oder „verträumt“, bzw. „zynisch“ im Gegensatz zu „optimistisch“. Und Bands die ihre Instrumente beherrschten waren immer beliebter als Stümper wie die Vomit Visions und Durstiger Mann aus Frankfurt.

PS: Wer bitte ist Hans Wurst – und wo bitte ist bei dem New Wave-Monster-Hit „Heart of Glass“ von Blondie die „hohe instrumentale Virtuosität“?

Martin F., 27. Juli 2007

Hippies versus Punks:

Das war doch nicht viel mehr als Rhetorik, eine Vermarktungsstrategie.

Im Ernst hat doch schon damals kein Mensch (von den ganz hoffnungslosen Fällen einmal abgesehen) an den Gegensatz von Hippies und Punks geglaubt.

Alle Punkmusiker, die ich kenne, hatten und haben die Regale voll mit Pink-Floyd-Platten (und schlimmerem).

1978 hatten sich viele der frühen englischen Punks zu ihrer Hippie-Vergangenheit bekannt bzw. machten “Hippie-Musik” (Alternative TV, PIL).

Beim englischen Post-Punk ist der Hippie-Einfluss unüberhörbar.

Und Rough Trade war nichts anderes als eine Hippie-Genossenschaft.

John Lydon, Joe Strummer, Jello Biafra, Henry Rollins – alles Hippies.

Klaus Walter behauptet (zu Recht), dass die Hippies in Frankfurt “politischer und dadurch langlebiger als in anderen deutschen Großstädten waren” (WALTER 1993.34).

Richtig ist auch, dass Punk in Frankfurt von Anfang an von den durch Cohn-Bendit, Fischer & Co. (mit)errichteten subkulturellen Strukturen profitiert hat.

Vielleicht wurde auch versucht, die handvoll Punks, die es vor 1979 gab, politisch zu agitieren.

Das einige Punks, wie Stephan Weidner von den Böhsen Onkelz, dies als “subkulturellen Putsch” aufgefasst haben, mag sein.

Wahrscheinlicher ist, dass ihm dies viel später als post factum Rationalisierung für einige Texte der Böhsen Onkelz eingefallen ist.

Ich kenne keinen Frankfurter Punk, der die Zusammenarbeit mit den Alt-Hippies als “Verrat” beurteilt hat.

Falls darüber überhaupt gesprochen wurde, dann in dem Sinn, dass die Punks sich überlegen fühlten und die alten Hippies nicht ernst nahmen.

Ich kann mich jedenfalls nur daran erinnern, dass sich die Punks über die Leute in der Karl-Marx-Buchhandlung lustig machten, weil diese Ladendiebstahl (mehr oder weniger) tolerierten (jedenfalls niemals die Polizei riefen). [1]

Außerdem ist Walters Einschätzung, die (versuchte) Vereinnahmung von Punk als “linker” Musik sei ein spezifisch Frankfurter Phänomen (vgl. WALTER 1993.34f), vollkommen falsch. [2]

(Die Böhsen Onkelz waren ja auch nicht die einzigen Rechts-Rocker. Wenn ich mich nicht irre, war Rechts-Rock auch eine Modewelle, die als Oi! von England rüber schwappte).

Ende der 1970er Jahre hatte jeder drittklassige Soziologe – von NME- und (in Deutschland) Sounds- und (später) SPEX-Journalisten ganz zu schweigen – das politisch linke Widerstandpotenzial von Punk dechiffriert bzw. erfunden.

Hier kommt wieder Hilsberg ins Spiel, den Walter als positives Beispiel für “politisches Popbewußtsein” glorifiziert.

Dabei war gerade Hilsberg der alte Hippie, der bei der “Unterwanderung” des Punks in Deutschland am erfolgreichsten war.

Falls sich Frankfurter Punk gegen etwas gerichtet hat, dann genau gegen das von Hilsberg (und später von Diederichsen) verkörperte “Popbewußtsein”:

Gegen das von Musikjournalisten und anderen Möchtegern- bis Kleinkapitalisten verbreitete Märchen von der „linken Independent-Kultur”.

Der Verzicht auf die Gründung von langlebigen Bands und Labels, auf den Aufbau von “unabhängigen” Strukturen, war eine bewusste politische Entscheidung [3], eine radikale Absage an die Kulturindustrie, die sich durch die Integration von (vermeintlich) rebellischen Strömungen ständig erneuert.

(Mehr oder weniger) totale Verweigerung, im Sinne von Adornos Aphorismus:

„Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“

Das war das spezifisch „frankfurterische“ am deutschen Punk!

Übrigens waren Toto Lotto und sogar die diversen Limburger Bands um Tom Dokoupil bei den Frankfurter Punks beliebt.

Da gab es keine Berührungsängste mit Jazz-Rockern wie Wirtschaftswunder (live sensationell, auf Platte eher weniger, abgesehen vom “Kommissar”).

Aber so bedeutend, dass der “dumpfe” Punk als Reaktion darauf entstand, waren sie ganz sicher nicht.

Walters Behauptung, dass “keine einzige Frankfurter Band (…) seit 77 etwas Relevantes produziert [hat], bis zu den Onkelz” (WALTER 1993. 36), beruht auf seinem Geschmacks(vor)urteil gegen “dumpfen” Punk. [4]

Wie er ganz richtig schreibt, war die “Biertrinker-Dummkopf-No-Future-Attitüde” “carefully designt”.

Jedenfalls bei manchen Bands, zum Beispiel beim Durstigen Mann.

New Wave ist für mich kein Musikstil, sondern eine Marketingkategorie, in der völlig unterschiedliche Stile zusammengefasst werden.

Hans Wurst war der “stümperhafte” (und auch noch Stolz darauf) Bassist der Vomit Visions. Als Fanzine-Autor (“Same Old Song”, “Ultra Hard Core Punk Sounds”) hat er damals obskuren US-Punk bejubelt und die besten Texte gegen die Punk-Ideologie beziehungsweise gegen die ideologische Vereinnahmung des Punks geschrieben.

Und (natürlich) war er ein Hippie und (beinahe) auch ein Alt-68er.

Dieter K, 23. Juli 2007

Der Mythos vom linken Widerstandspotential ist glaube ich allerdings schon älter, der stammt ja noch von 68 und Kraut-Rock. Und die radikale Politik ist ja zum Teil auch erst von den Autonomen, die Punk für sich als kulturelle Ausdrucksform entdeckt (okkupiert) haben, hineingetragen worden.

Martin F., 24. Juli 2007

Ganz genau.

Von dem (späteren) „linken“ Deutsch-Punk habe ich (so gut wie) keine Ahnung. Da gab es diverse Szenen (Hamburg, Berlin) und die Chaos-Tage in Hannover gehören da wohl auch mit rein. Jedenfalls spielte Frankfurt da nur eine Nebenrolle.

(…) diese Art Stumpf-Punk war nun mal typisch für Frankfurt

Martin F., 24. Juli 2007

Da ich keine Böhsen-Onkelz-Platten besitze, habe ich mir ihre frühen Rock-O-Rama-Werke geliehen –und erstaunt festgestellt, dass die ziemlich gut sind. Das hält locker mit den besten Punk-Produktionen aus Düsseldorf oder Hamburg mit.

Kann da überhaupt nichts angeblich für Frankfurt typisches entdecken. Und so „dumb and dull“ wie der Durstige Mann klingen sie schon gar nicht.

Vomit Visions hatten kein Problem bei Herbert Egold’s Rock-O-Rama-Records zu veröffentlichen.

Martin F., 24. Juli 2007

Da EMI, CBS Records und Stiff eine Veröffentlichung abgelehnt hatten, mussten sie den erstbesten Vertrag akzeptieren …

Nein, im Ernst:

Rock-O-Rama war – lange bevor die zwei, drei anderen deutschen Versandhändler dazu kamen – die beste (einzige) Adresse für Punk aus US und UK. Hier hat sich Egoldt bleibende Verdienste erworben.

Weil die Vomit Visions aus ideologischen / prinzipiellen Gründen unbedingt Geld mit ihrer Musik verdienen wollten – und wer die „Punks Are The Old Farts Of Today“-EP gehört hat, weiß, welche Leistung es bedeutet, dafür bezahlt worden zu sein – kam die Gründung eines eigenen Labels – damals die große Mode – nicht in Frage.

Hans Wurst hat Egoldt 1978/79 bearbeitet, damit er ein Label gründet. Ausschlaggebend war letztendlich seine Empfehlung, die Razors (Hamburg) unter Vertrag zu nehmen, die – im Unterschied zu den Vomit Visions – kommerzielles Potenzial hatten.

Zu diesem Zeitpunkt (Ende 1979) gab es jedenfalls keinerlei Grund für besondere Bedenken gegenüber Egoldt / Rock-O-Rama.

(Nachdem Eric Hysteric Deinen Post gelesen hat, sagte er: „Wenn man einen Plattenvertrag unterschreibt, muss man immer Bedenken haben.“)

Außerdem waren die Vomit Visions nicht bei Egoldt / Rock-O-Rama unter Vertrag, sondern haben die EP lediglich für einen limitierten Zeitraum zur Veröffentlichung lizenziert. Alle Rechte an Aufnahmen und Kompositionen blieben bei der Band.

Womit wir schon bei Deinem letzten Punkt wären: Egoldt

(…) war zwar kein Hippie, aber wohl der skrupelloseste Geschäftemacher des Deutschpunk.“

Martin F., 24. Juli 2007

Richtig, Egoldt war kein Hippie – er war ein (Ex-)Teddy-Boy (und Malermeister).

Wenn Du „skrupellos“ auf den Nazi-Dreck beziehst, der Rock-O-Rama Jahre später großmachte, hast Du Recht.

In Bezug auf seine Geschäftsmethoden, die Verträge mit den Bands, bin ich mir nicht so sicher:

So weit ich weiß, hat Egoldt alle Kosten getragen und die Rechte an den Aufnahmen gegen einen Festbetrag (plus Freiexemplare) gekauft. Eine Umsatzbeteiligung in Form von Tantiemen war (in der Regel?) nicht vorgesehen.

Diese Vertragsbestimmungen waren – im Unterschied zu den üblichen Industrieverträgen – so leicht verständlich und eindeutig, dass sich alle Bands, die sich – zum Teil noch heute – darüber aufregen, fragen sollten, warum sie überhaupt unterschrieben haben.

„Skrupellos“ agierten jedenfalls auch andere deutsche Independent-Labels, darunter auch solche, deren Wirken – heute mehr denn je – verklärt wird:

Beispielsweise hat mindestens ein Labelboss seinen Musikern von einem GEMA-Beitritt abgeraten – und sich dann selbst als Autor bei der Verwertungsgesellschaft registrieren lassen. [5]

Außerdem nutzen gerade kleine Labels (bis heute) die (selbstverschuldete!) Unkenntnis der Musiker aus, in dem sie sich die Verlagsrechte an den Eigenkompositionen sichern, häufig ohne nennenswerte Gegenleistung. [6]

Und Moritz R® hat in seinem Buch „Der Plan. Glanz und Elend der Neuen Deutschen Welle“ über seine Erfahrungen mit einem Großhändler berichtet, der mit den Einnahmen aus dem Vertrieb von Plan-Platten den Auf- bzw. Ausbau eines Labels finanzierte. Dann meldete der Großhandel bankrott an und Der Plan bekam kein Geld. Das Label bzw. Nachfolgefirmen davon gibt es noch heute ….

Dieter K, 24. August 2008

 

[1] Die radikalste Maßnahme der Spontis gegen die Punks war der Rauswurf. Zum Beispiel wurde (mindestens) einmal ein Haufen Punks aus der Karl-Marx-Buchhandlung rausgeschmissen, weil sie sich stundenlang „Robin Hood“ und/oder „Susan Baker“ von Eric Hysteric & The Esoterics angehört hatten.

[2] „Punk in Frankfurt bestand 77/78 zu einem guten Teil aus Hippie-Bashing auf dem Flohmarkt“ (WALTER 1993. 34). Mitte 1978 gab es in Frankfurt circa 10 bis 15 Punks, denen tausende von Hippies gegenüberstanden, das heißt, Walters Vorstellung vom Hippie-Bashing auf dem Flohmarkt ist ein pures Produkt seiner journalistischen Phantasie.

[3] Dies gilt zumindest für die Vomit Visions, die zu 50 Prozent aus Soziologie-Studenten bestanden.

[4] Oder er hat keine Ahnung, wovon er spricht. Kenner der Materie wie Patrick Orth wussten schon in den 1980er Jahren, dass die Vomit Visions die Dead Kennedys beeinflusst haben & dass Der Durstige Mann zu den Lieblingsbands der Kritiker von Flipside & Maximum Rock’n’Roll gehörten (vgl. Eric Hysteric).

[5] Der Name ist der Redaktion bekannt!

[6] Diese Praxis war in Amerika schon in den 1920er Jahren üblich. In Deutschland dürfte der unter [5] angesprochene Labelboss zu den Vorreitern dieser üblen Masche zählen.

 

Literatur:

ANNAS, Max / Ralph CHRISTOPH (Hg.) (1993), Neue Soundtracks für den Volksempfänger. Nazirock, Jugendkultur & rechter Mainstream, Berlin: Edition ID-Archiv

REICHELT, Moritz (1993), Der Plan. Glanz und Elend der Neuen Deutschen Welle. Die Geschichte einer deutschen Band, Berlin: Martin Schmitz Verlag

WALTER, Klaus (1993), Dicker Stefan, gutes Kind, in: ANNAS / CHRISTOPH (Hg.) 1993, S. 26-46

Neuer Boom in der Musikindustrie?

„Die Einnahmen der Musiklabels aus dem Streaminggeschäft sind im vergangenen Jahr weltweit um 60 Prozent nach oben geschnellt. Damit konnten die Musikabonnements die Einbußen aus dem mittlerweile stark schrumpfenden Geschäft mit Musikdownloads und den seit vielen Jahren bröckelnden CD-Verkäufen mehr als wettmachen.“

Neuer Boom in der Musikindustrie

Durch Musikabos konnten die Labels „die Einbußen aus dem mittlerweile stark schrumpfenden Geschäft mit Musikdownloads und den seit vielen Jahren bröckelnden CD-Verkäufen mehr als wettmachen“?

Die Realität sieht anders aus:

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Quelle: IFPI (2017), Global Music Report 2017. Annual State of the Industry, S. 11

Richtig ist, dass in fünf (2001, 2004, 2012, 2015 & 2016) der letzten 17 Jahre ein Umsatzwachstum zu verzeichnen war.

Dabei wurde 2016 mit einem globalen Umsatz von 15,7 Milliarden Dollar noch nicht einmal der Wert von 2009 (15,8 Milliarden Dollar) erreicht. [1]

Ob kostenpflichtige Streamingdienste tatsächlich die Zukunft sind (oder nichts anderes als die Klingeltöne Of Today), steht angesichts der kostenlosen Konkurrenz durch den Monopolisten Alphabet/Google/YouTube, der aufgrund schlechter Gesetze aus dem vergangenen Jahrtausend [2] praktisch in den Genuss von Zwangslizenzen kommt, sowie der hohen Verluste, mit denen der Marktführer Spotify arbeitet, noch lange nicht fest.

Ganz zu schweigen davon, ob – abgesehen von UMG, Sony Music und WMG (große Rechtekataloge, geringe Beteiligung für die Künstler bei alten Verträgen) Labels mit den niedrigen Lizenzgebühren, von denen bei neuen Verträgen mindestens 50 Prozent in die Taschen der Interpreten fließen, überleben können.

Nicht zynisch, sondern realistisch ist die Einschätzung von BMG CEO Hartwig Masuch:

„I am very cynical about the view that the good days have returned. Every renegotiation [with an artist] will cut down massively on the margin … Digital is portrayed as very complex… but if you take that cost out, how do you justify such a low rate? Why in the hell would an artist decide to take less than 75 per cent?“

BMG warns that music streaming boost could be shortlived

Von einem „Boom“ kann man jedenfalls nur sprechen, wenn man den Betrachtungszeitraum auf die letzen drei bis fünf Jahre beschränkt.

Was nicht sachgerecht ist.

Um die weggefallen CD-Verkäufe „wettzumachen“ und den Rekordwert von 1999 (23,8 Milliarden Dollar) zu erreichen, müsste der weltweite Umsatz der Phonoindustrie jedenfalls um 8,1 Milliarden Dollar oder 51,59 Prozent zulegen.

Und das dürfte noch zehn bis zwanzig Jahre dauern. Mindestens.

[1] Zu beachten ist, dass in den IFPI-Statistiken bis 2000 nur die Einnahmen aus dem Tonträgerverkauf angegeben wurden, seit 2001 werden auch die Einnahmen aus dem Aufführungs- und dem Synchronisationsrecht mitgezählt. Diese lagen 2016 bei 2,6 Milliarden Dollar, was 16,5% des Gesamtumsatzes entsprach.

[2]  in den USA waren dies 1998 die „safe-habor-Klauseln des Digital Millenium Copyright Acts (17 U.S. Code § 512), in Europa die nach diesem Vorbild 2000 eingeführten Regeln der E-Commerce-Richtlinie (§§ 12-15) in Verbindung mit deren Umsetzung in die nationalen Gesetze, zum Beispiel 2007 zur Providerhaftung im deutschen Telemediengesetz (§§ 7-10 TMG).

Nena, Rodney Bingenheimer & Vomit Visions

Rodney Bingenheimer, Mayor of the Sunset Strip,

1972 Gründer der English Disco (nach einer Idee von David Bowie) und einflussreicher Diskjockey (Rodney On The ROQ ab 1976) bei KROQ-FM in Pasadena, war der Erste, der in Amerika „99 Luftballons“ von Nena im Radio spielte.

Nena & Rodney

Im KROQ-Studio, Pasdadena: Nena bedanken sich bei Rodney, Foto © Musik Express (?)

Ob er auch die Vomit Visions spielte, ist nicht überliefert, aber das Cover der „Punks Are The Old Farts Of Today“ EP hatte er noch Mitte der 1980er Jahre immer im Blick.

Sgt. Pepper Recreated/Remixed

2017-03-31

Screenshot © Twitter

Offenbar hat Giles Martin auf Basis der originalen Session-Tapes das „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“-Album der Beatles recreated/remixed.

Ringo ist von der neuen Version begeistert:  Die Drums, die zuvor wegen der Overdubs zumeist nur in minderer Qualität im Hintergrund erklangen, sind nun laut und deutlich zu hören.

Wie vor 50 Jahren geplant sollen „Strawberry Fields Forever“ und „Penny Lane“ auf der neuen Version des Albums enthalten sein.

Apple Corps / Capitol / UMe Press release:

THE BEATLES CELEBRATE ‘SGT. PEPPER’S LONELY HEARTS CLUB BAND’
WITH SPECIAL ANNIVERSARY EDITION RELEASES

‘Sgt. Pepper’ Presented with New Mixes in Stereo and 5.1 Surround Audio; Expanded with Previously Unreleased Session Recordings, Video Features & Special Packaging

Previously Unreleased 1992 Documentary Film, ‘The Making of Sgt. Pepper,’ Restored for Anniversary Edition’s Super Deluxe Boxed Set

London – April 5, 2017 – It was 50 years ago this June 1st when The Beatles’ John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, and Ringo Starr astonished and delighted the world, ushering in the Summer of Love with Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band, a groundbreaking masterwork that became popular music’s most universally acclaimed album. To salute the occasion, The Beatles will release a suite of lavishly presented ‘Sgt. Pepper’ Anniversary Edition packages on May 26 (Apple Corps Ltd./Capitol/UMe). The album is newly mixed by Giles Martin and Sam Okell in stereo and 5.1 surround audio and expanded with early takes from the studio sessions, including no fewer than 34 previously unreleased recordings.

“It’s crazy to think that 50 years later we are looking back on this project with such fondness and a little bit of amazement at how four guys, a great producer and his engineers could make such a lasting piece of art,” says Paul McCartney in his newly-penned introduction for the ‘Sgt. Pepper’ Anniversary Edition.

“‘Sgt. Pepper’ seemed to capture the mood of that year, and it also allowed a lot of other people to kick off from there and to really go for it,” Ringo Starr recalls in the Anniversary Edition’s book.

For Record Store Day on April 22, Apple Corps Ltd./Capitol/UMe will release an exclusive, limited edition seven-inch vinyl single of The Beatles’ “Strawberry Fields Forever” and “Penny Lane,” among the first songs recorded during the ‘Sgt. Pepper’ sessions, which began in November 1966. Rather than being held for inclusion on the album, the two songs were released as a double A-sided single in February 1967. Amidst intense media speculation about the band’s next move, the single bridged what was then considered a long gap between the Revolver album, released in August 1966, and ‘Sgt. Pepper,’ which followed 10 months later.

This is the first time Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band has been remixed and presented with additional session recordings, and it is the first Beatles album to be remixed and expanded since the 2003 release of Let It Be… Naked. To create the new stereo and 5.1 surround audio mixes for ‘Sgt. Pepper,’ producer Giles Martin and mix engineer Sam Okell worked with an expert team of engineers and audio restoration specialists at Abbey Road Studios in London. All of the Anniversary Edition releases include Martin’s new stereo mix of the album, which was sourced directly from the original four-track session tapes and guided by the original, Beatles-preferred mono mix produced by his father, George Martin.

Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band Anniversary Edition releases include:

A CD featuring the new ‘Sgt. Pepper’ stereo mix, complete with the original U.K. album’s “Edit for LP End” run-out groove.

Deluxe: Expanded 2CD and digital package features the new stereo album mix on the first CD and adds a second CD of 18 tracks, including previously unreleased complete takes of the album’s 13 songs, newly mixed in stereo and sequenced in the same order as the album. The second CD also includes a new stereo mix and a previously unreleased instrumental take of “Penny Lane” and the 2015 stereo mix and two previously unreleased complete takes of “Strawberry Fields Forever.”

Deluxe Vinyl: Expanded 180-gram 2LP vinyl package features the new stereo album mix on the first LP and adds a second LP with previously unreleased complete takes of the album’s 13 songs, newly mixed in stereo and sequenced in the same order as the album.

Super Deluxe: The comprehensive six-disc boxed set features:
CD 1: New stereo album mix
CDs 2 & 3:
– 33 additional recordings from the studio sessions, most previously unreleased and mixed for the first time from the four-track session tapes, sequenced in chronological order of their recording dates
– A new stereo mix of “Penny Lane” and the 2015 stereo mix of “Strawberry Fields Forever”
CD 4:
– Direct transfers of the album’s original mono mix and the “Strawberry Fields Forever” and “Penny Lane” singles
– Capitol Records’ U.S. promotional mono single mix of “Penny Lane”
– Previously unreleased early mono mixes of “She’s Leaving Home,” “A Day In The Life,” and “Lucy In The Sky With Diamonds” (a mix thought to have been erased from a tape in 1967, but discovered during archive research for the anniversary edition)
Discs 5 & 6 (Blu-ray and DVD):
– New 5.1 surround audio mixes of the album and “Penny Lane” by Giles Martin and Sam Okell, plus their 2015 5.1 surround mix of “Strawberry Fields Forever”
– High resolution audio versions of the new stereo mixes of the album and “Penny Lane” and of the 2015 stereo mix of “Strawberry Fields Forever”
– Video features: 4K restored original promotional films for “Strawberry Fields Forever,” “Penny Lane,” and “A Day In The Life;” plus The Making of Sgt. Pepper, a restored, previously unreleased documentary film (broadcast in 1992), featuring insightful interviews with McCartney, Harrison, and Starr, and in-studio footage introduced by George Martin.

– “A splendid time is guaranteed for all” –

The album’s vibrant artwork, including its extravagant Pop Art cover which finds The Beatles surrounded by a crowd of heroes in a 3D collage, was created by Peter Blake and Jann Haworth in collaboration with the band. The original artwork is showcased across the suite of Anniversary Edition releases, including the album’s pull-out sheet of ‘Sgt. Pepper’ cutouts. Housed in a 12-inch by 12-inch box with lenticular artwork and two bonus posters, the six-disc Super Deluxe set is presented with a 144-page hardcover book. The book includes new introductions by Paul McCartney and Giles Martin, and chapters covering comprehensive song-by-song details and recording information, the design of the cover, the album’s musical innovations and its historical context by Beatles historian, author and radio producer Kevin Howlett; composer and musicologist Howard Goodall; music producer and writer Joe Boyd; and journalists Ed Vulliamy and Jeff Slate, illustrated with rare photographs, reproductions of handwritten lyrics, Abbey Road Studios documentation, and original ‘Sgt. Pepper’ print ads. The Deluxe 2CD digipak is slipcased with a 50-page booklet abridged from the box set’s book, and the 2LP Deluxe Vinyl is presented in a faithful reproduction of the album’s original gatefold jacket.

– “We hope you will enjoy the show” –

Just as many ideas are sparked by chance, ‘Sgt. Pepper’ first sprang from a conversation between Paul and Beatles roadie Mal Evans on an airplane, when Mal’s request to pass the salt and pepper was misheard by Paul as “Sgt. Pepper.” The concept of who such a figure could be took root in Paul’s mind, blooming with the imagination of The Beatles as an Edwardian era military band — “Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band.” The Beatles’ creative wellspring for ‘Sgt. Pepper’ also flowed from such myriad sources as The Beach Boys’ Pet Sounds album, a Victorian circus poster (“Being For The Benefit Of Mr. Kite!”), a TV commercial for breakfast cereal (“Good Morning Good Morning”), a picture drawn by John’s young son, Julian (“Lucy In The Sky With Diamonds”), a teen runaway reported in the news (“She’s Leaving Home’), and Hindu teachings (“Within You Without You”).

– “Lend me your ears and I’ll sing you a song” –

Using the standard four-track tape recording equipment of the day, The Beatles collaborated with producer George Martin to achieve “the impossible,” as they dubbed it, to go as far out as they could with arrangements and new technology to realize their collective vision for Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band. As George Martin described it, “We were into another kind of art form where you were putting something down on tape that could only be done on tape.” The Beatles clocked more than 400 hours in Abbey Road’s Studio 2 to record the album, wrapping sessions in April 1967.

– “I read the news today oh boy” –

Upon its release on June 1, 1967, Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band initially spent 148 weeks in the British chart, including a total of 27 weeks at number one. During its first U.S. chart run, the album held the number one spot for 15 of the 88 weeks it appeared in the Top 200. ‘Sgt. Pepper’ won four GRAMMY Awards®, including Album of the Year, and it remains one of the most influential and bestselling albums of all time. In 2003, the U.S. Library of Congress selected ‘Sgt. Pepper’ for the National Recording Registry, recognizing the album as “culturally, historically, or aesthetically significant.” ‘Sgt. Pepper’ tops Rolling Stone magazine’s definitive list of the “500 Greatest Albums of All Time.”

Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band Anniversary Edition
Tracklists

CD
(‘Sgt. Pepper’ 2017 Stereo Mix)
1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band
2. With A Little Help From My Friends
3. Lucy In The Sky With Diamonds
4. Getting Better
5. Fixing A Hole
6. She’s Leaving Home
7. Being For The Benefit Of Mr. Kite!
8. Within You Without You
9. When I’m Sixty-Four
10. Lovely Rita
11. Good Morning Good Morning
12. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (Reprise)
13. A Day In The Life

Deluxe [2CD, digital]

CD 1: ‘Sgt. Pepper’ 2017 Stereo Mix (same as single-disc CD tracklist, above)

CD 2: Complete early takes from the sessions in the same sequence as the album, plus various versions of “Strawberry Fields Forever” and “Penny Lane”
1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band [Take 9]
2. With A Little Help From My Friends [Take 1 – False Start And Take 2 – Instrumental]
3. Lucy In The Sky With Diamonds [Take 1]
4. Getting Better [Take 1 – Instrumental And Speech At The End]
5. Fixing A Hole [Speech And Take 3]
6. She’s Leaving Home [Take 1 – Instrumental]
7. Being For The Benefit Of Mr. Kite! [Take 4]
8. Within You Without You [Take 1 – Indian Instruments]
9. When I’m Sixty-Four [Take 2]
10. Lovely Rita [Speech And Take 9]
11. Good Morning Good Morning [Take 8]
12. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (Reprise) [Take 8]
13. A Day In The Life [Take 1 With Hummed Last Chord]
14. Strawberry Fields Forever [Take 7]
15. Strawberry Fields Forever [Take 26]
16. Strawberry Fields Forever [Stereo Mix – 2015]
17. Penny Lane [Take 6 – Instrumental]
18. Penny Lane [Stereo Mix – 2017]

Deluxe Vinyl [180g 2LP]

LP 1: ‘Sgt. Pepper’ 2017 Stereo Mix (same as single-disc CD tracklist, above)
SIDE 1 SIDE 2
1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band 1. Within You Without You
2. With A Little Help From My Friends 2. When I’m Sixty-Four
3. Lucy In The Sky With Diamonds 3. Lovely Rita
4. Getting Better 4. Good Morning Good Morning
5. Fixing A Hole 5. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band
6. She’s Leaving Home 6. A Day In The Life
7. Being For The Benefit Of Mr. Kite!

LP 2: Complete early takes from the sessions in the same sequence as the album
SIDE 3
1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band [Take 9 And Speech]
2. With A Little Help From My Friends [Take 1 – False Start And Take 2 – Instrumental]
3. Lucy In The Sky With Diamonds [Take 1]
4. Getting Better [Take 1 – Instrumental And Speech At The End]
5. Fixing A Hole [Speech And Take 3]
6. She’s Leaving Home [Take 1 – Instrumental]
7. Being For The Benefit Of Mr. Kite! [Take 4]

SIDE 4
1. Within You Without You [Take 1 – Indian Instruments]
2. When I’m Sixty-Four [Take 2]
3. Lovely Rita [Speech And Take 9]
4. Good Morning Good Morning [Take 8]
5. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (Reprise) [Take 8]
6. A Day In The Life [Take 1 With Hummed Last Chord]

Super Deluxe [4CD/DVD/Blu-ray boxed set]

CD 1: ‘Sgt. Pepper’ 2017 Stereo Mix (same as single-disc CD tracklist, above)

CD 2: Complete early takes from the sessions, sequenced in chronological order of their first recording dates
1. Strawberry Fields Forever [Take 1]
2. Strawberry Fields Forever [Take 4]
3. Strawberry Fields Forever [Take 7]
4. Strawberry Fields Forever [Take 26]
5. Strawberry Fields Forever [Stereo Mix – 2015]
6. When I’m Sixty-Four [Take 2]
7. Penny Lane [Take 6 – Instrumental]
8. Penny Lane [Vocal Overdubs And Speech]
9. Penny Lane [Stereo Mix – 2017]
10. A Day In The Life [Take 1]
11. A Day In The Life [Take 2]
12. A Day In The Life [Orchestra Overdub]
13. A Day In The Life (Hummed Last Chord) [Takes 8, 9, 10 and 11]
14. A Day In The Life (The Last Chord)
15. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band [Take 1 – Instrumental]
16. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band [Take 9 And Speech]
17. Good Morning Good Morning [Take 1 – Instrumental, Breakdown]
18. Good Morning Good Morning [Take 8]

CD 3: Complete early takes from the sessions, sequenced in chronological order of their first recording dates
1. Fixing A Hole [Take 1]
2. Fixing A Hole [Speech And Take 3]
3. Being For The Benefit Of Mr. Kite! [Speech From Before Take 1; Take 4 And Speech At End]
4. Being For The Benefit Of Mr. Kite! [Take 7]
5. Lovely Rita [Speech And Take 9]
6. Lucy In The Sky With Diamonds [Take 1 And Speech At The End]
7. Lucy In The Sky With Diamonds [Speech, False Start And Take 5]
8. Getting Better [Take 1 – Instrumental And Speech At The End]
9. Getting Better [Take 12]
10. Within You Without You [Take 1 – Indian Instruments Only]
11. Within You Without You [George Coaching The Musicians]
12. She’s Leaving Home [Take 1 – Instrumental]
13. She’s Leaving Home [Take 6 – Instrumental]
14. With A Little Help From My Friends [Take 1 – False Start And Take 2 – Instrumental]
15. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (Reprise) [Speech And Take 8]

CD 4: ‘Sgt. Pepper’ and bonus tracks in Mono
(Tracks 1-13: 2017 Direct Transfer of ‘Sgt. Pepper’ Original Mono Mix)
14. Strawberry Fields Forever [Original Mono Mix]
15. Penny Lane [Original Mono Mix]
16. A Day In The Life [Unreleased First Mono Mix]
17. Lucy In The Sky With Diamonds [Unreleased Mono Mix – No. 11]
18. She’s Leaving Home [Unreleased First Mono Mix]
19. Penny Lane [Capitol Records U.S. Promo Single – Mono Mix]

DISCS 5 & 6 (Blu-ray & DVD)
Audio Features (both discs):
– New 5.1 Surround Audio mixes of ‘Sgt. Pepper’ album and “Penny Lane,” plus 2015 5.1 Surround mix of “Strawberry Fields Forever” (Blu-ray: DTS HD Master Audio 5.1, Dolby True HD 5.1 / DVD: DTS Dolby Digital 5.1)
– High Resolution Audio versions of 2017 ‘Sgt. Pepper’ stereo mix and 2017 “Penny Lane” stereo mix, plus 2015 “Strawberry Fields Forever” hi res stereo mix (Blu-ray: LPCM Stereo 96KHz/24bit / DVD: LPCM Stereo)
Video Features (both discs):
– The Making of Sgt. Pepper [restored 1992 documentary film, previously unreleased]
– Promotional Films: “A Day In The Life;” “Strawberry Fields Forever;” “Penny Lane” [4K restored]

RIP Chuck Berry 1926-2017

If you tried to give rock and roll another name, you might call it ‚Chuck Berry‘.                                                                                                                                                                                       John Lennon

Why Chuck Berry Is Even Greater Than You Think

Chuck Berry’s Biggest Billboard Hits

The rock’n’roller who wrote the soundtrack to teen rebellion

Chuck Berry reviews Sex Pistols, Talking Heads, Clash and more (1980)

UK Subs & The Pack, London Electric Ballroom, 18. August 1979

Von Eric Hysteric (Same Old Song, Nr. 25, September/Oktober 1979)

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Ticket, Wasted Vinyl Collection

Die UK Subs sind eine der besten Live-Bands. Sie spielen von der ersten bis zur letzten Minute in einem Höllentempo. Alle ihre Songs sind kurze, kochende Vulkanausbrüche.

Charlie Harper, der Sänger, schreit jedes Wort heraus und hüpft dabei wie ein Verrückter auf der Bühne herum. Dann springt er ins Publikum, wo ihn die Pogo-tanzende Menge fast zertrampelt hätte.

Auch Gitarrist Nick Garratt steht keine Sekunde still: Er spiel im laufen, springen, fallen, liegen – in allen erdenklichen Positionen.

Drummer Peter Davies und Paul Slack am Bass sorgen für einen ungeheuer präzisen, powervollen Rhythmus-Hintergrund.

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Charlie Harper beim signieren © Dieter K

Die Show der UK Subs mag etwas übertrieben sein, aber ihre Musik kommt voll rüber. Wer sie live erleben will, muss bis nächstes Jahr warten (bis dahin werden die deutschen Veranstalter aufgewacht sein) oder nach Holland oder Belgien fahren, wo sie im Oktober auftreten.

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Stranglehold / World War – Rockers, Single, Cover-Rückseite, GEM Records,  GEMS 5, 1979, Signed, Wasted Vinyl Collection

Im Vorprogramm gab es neben den Last Words noch The Pack, die einige starke Riffs drauf haben. Ihre Musik ist – wie sie selbst sagen – kein Punk. Mir fällt auch keine passende Bezeichnung ein.

Der Sänger, Kirk Brandon, hat eine der abscheulichsten Stimmen aller Zeiten, und während ihres Auftritts musste ich ein paar Mal das Weite suchen. Es war einfach nicht auszuhalten!

Ihre erste Single, „Heathen“ b/w „Brave New Soldier“, SS Records, PAK 1, erschien im Juni und ist gar nicht so schlecht.

Terry Razors SS-Label haben The Pack inzwischen verlassen und die nächste Single, „King Of Kings“ b/w „No. 12“ dürfte im September bei Rough Trade erscheinen. [1]

Drummer von The Pack ist übrigens Jim Walker, Ex-PIL. Wie er mir sagte, verließ er Public Image Ltd. weil sie in acht Monaten kaum Auftritte hatten und außerdem gefiel ihm die Musik nicht besonders.

Back-Stage-Pass

Back Stage Pass, Wasted Vinyl Collection

[1] Aus The Pack ging 1980 Theatre Of Hate hervor